Unsere Idee: Wir wollen gute und gesunde Lebensmittel produzieren und damit Menschen aus unserer Region glücklich machen. Dazu gehört für uns der vollständige Verzicht auf konventionelle Spritz- und Düngemittel, sowie die Auswahl von robusten Sorten und samenfestem Saatgut. Denn gesunde Lebensmittel können nur in einer gesunden Umwelt entstehen.

Seit Ende 2018 sind wir dabei die ersten Vorbereitungen für die solidarische Landwirtschaft zu treffen. Dabei stießen wir auf interessierte und begeisterte Menschen, die uns seitdem helfen unserem Traum näher zu kommen. Unsere Gärtnerei soll 2021 in die erste Saison starten, bis dahin müssen wir Beete anlegen, die Anbauplanung gestalten und auch die Werkzeuge, Maschinen und Gewächshäuser finanzieren.

Du möchtest uns unterstützen, hast Ideen oder schon Erfahrung in einem der Bereiche? Wir starten diesen Monat mit unseren Arbeitstreffen. Nimm gerne mit uns Kontakt auf, wir freuen uns auf Dich!

Im Laufe des nächsten halben Jahres wollen wir einen gemeinnützigen Verein gründen, welcher nicht nur ein Dach für die solidarische Landwirtschaft bilden, sondern auch Naturschutz, Diversität und Kultur auf dem Hof fördern soll. Durch das Mitwirken jedes Einzelnen kann eine Gemeinschaft entstehen, die eine zukunftsfähige Landwirtschaft in unserer Region möglich macht.

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In einer solidarischen Landwirtschaft schließen sich Konsumenten und Konsumentinnen zusammen, um die ganze Landwirtschaft zu finanzieren und nicht das einzelne Lebensmittel. Dadurch bekommen sie die komplette Ernte ausgegeben und vermeiden damit Lebensmittelverschwendung von Beginn an. In der Regel verpflichten sich die Konsument*Innen für ein Jahr einen Anteil abzunehmen und ihren Beitrag monatlich zu entrichten. Den Landwirt*Innen bietet dies eine Sicherheit von der Planung bis zum Lohn.

Für weitere Informationen könnt ihr das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft besuchen.

Das Studium der ökologischen Landwirtschaft hat uns gezeigt, dass die moderne Landwirtschaft mit Problemen wie Bodenerosion, Humusabbau und Tierwohl kämpft, auf die auch der Ökolandbau für uns keine zufriedenstellende Antwort parat hat. Wir wollen daher andere Wege in der Landnutzung gehen, um dem Ziel einer nachhaltigen und regenerativen Landwirtschaft näher zu kommen.
Zu unseren Vorhaben gehören:

  • Integration von Bäumen und Sträuchern (Agroforstwirtschaft)
  • Verzicht auf große Maschinen durch viel Handarbeit
  • Verzicht auf Pestizide und synthetische Düngemittel
  • Minimierung des Einsatzes fossiler Rohstoffe
  • Einsatz von organischen Düngern wie Kompost
  • Verwendung samenfesten Saatgutes
  • Erhaltung alter Sorten und Rassen
  • Nutzung von Wildpflanzen

Durch die Kombination all dieser Elemente wollen wir ein gesundes Bodenleben und ein vielseitiges Anbausystem etablieren, das die Biodiversität fördert und die Produktion gesunder Nahrungsmittel möglich macht.

Der monatliche Beitrag wird sich sehr wahrscheinlich zwischen 80 und 110€ bewegen. Das sind die üblichen Werte für Gemüseanteile in Deutschland. Die Höhe wird sich daran anpassen, welche Finanzierungsform möglich wurde und wie hoch letztendlich unserer Kosten für das Jahr sind.

Um unser gesamtes Startkapital zu decken benötigen wir etwa 40.000€. Davon wollen wir Folientunnel, Geräte und das Anlegen der Fläche bezahlen, um eure Anteile nicht unverhältnismäßig hoch werden zulassen.

Die Finanzierung soll durch ein Crowdfunding Projekt geschehen, welches wir nächstes Jahr gemeinsam durchführen wollen. Dafür wurden uns auch schon die ersten Gelder zugesagt!

Eine andere Möglichkeit sind nach der Gründung des Vereins Spendengelder einzuwerben oder aus der Gemeinschaft heraus Privatdarlehen anzunehmen, die nach und nach zurückgezahlt werden. Eine Art Zins kann durch zusätzliches Gemüse ausgezahlt werden. Die letzte Möglichkeit, die wir aber ungerne nutzen wollen, wäre ein Kredit bei einer nachhaltigen Bank aufzunehmen. Dies würde eure Beiträge durch die anfallenden Zinsen jedoch unnötig erhöhen.

Ein Anteil entspricht etwa 2 bis 2,5kg Gemüse plus Salate und Kräuter pro Woche. Saisonal wird die Zusammensetzung natürlich schwanken. Im Frühjahr gibt es mehr Blattgemüse, dafür im Herbst und Winter eher Wurzelgemüse und Kohl. Generell wollen wir ein möglichst breites und abwechslungsreiches Angebot liefern und bauen im Gewächshaus auch Gurken, Tomaten und Paprika an. Hinzu kommen Raritäten und Gemüse, die im Supermarkt nicht zu finden sind und bei uns ausprobiert werden können. Als Beispiel gilt die Gemüsemalve: Sie sieht nicht nur sehr schön aus, sondern kann auch gut als Spinat in Currys und Eintöpfen verwendet werden.

Das Netzwerk solidarische Landwirtschaft gibt eine Empfehlung von etwa 30 Anteilen pro Gärtner*In. Da wir zu zweit anfangen, können wir demnach 60 Anteile erzeugen. Wenn sich allerdings einige dazu entscheiden einen halben Anteil zu nehmen, können wir mehr Mitglieder als ganze Anteile aufnehmen.

Manche können es körperlich vielleicht nicht oder haben einfach keine Zeit. Deshalb wollen wir niemanden zwingen mit uns auf dem Feld zu stehen. Anreize und Motivation wollen wir natürlich trotzdem schaffen: Bei Aktionen wird es immer etwas Besonderes geben, zum Beispiel ein gemeinsames Grillen. So können wir die anstrengenden Sachen mit Freude verbinden und unsere Gemeinschaft stärken.

Wir werden einen Abholraum direkt am Hof einrichten, damit ihr euer Gemüse bequem abholen könnt. Genügend Parkplätze stehen dazu zur Verfügung. Da es aber reichlich unökologisch wäre, wenn ihr alle jeden Abholtag kommt, könnt ihr euch untereinander Vernetzen und Ortsgruppen bilden. So besteht die Möglichkeit, dass ihr euch mit dem Abholen abwechselt oder direkt ein Depot in eurer Nachbarschaft einrichtet, worüber mehrere ihre Anteile abholen können.

Hauptsächlich soll in Zukunft unsere Kommunikation über den Newsletter laufen. Darüber werden Termine, wichtige Informationen und in Zukunft auch der Gemüserundbrief geschickt. Da diese Form der Kommunikation sehr einseitig ist, wollen wir euch natürlich mehr bieten: Von unserem IT-Experten aus unserer Kerngruppe wurde auch schon unser Solawi Forum eingerichtet. Dort könnt ihr euch ab sofort anmelden und verschiedene Themen ansprechen, euch untereinander vernetzen, Ideen sammeln oder einfach Rezepte austauschen. Wir freuen uns über euren Austausch!

Forum Hof-Woeste

Und nicht zuletzt haben wir natürlich auch weitere Treffen geplant. Dieses Jahr werden die ersten Arbeitstreffen stattfinden und Anfang nächsten Jahres werden wir für alle, die es nicht geschafft haben, die Info-Veranstaltung wiederholen.


Du brauchst die volle Ladung Infos? Hier kannst du unsere Zusammenfassung herunterladen: Zusammenfassung vom Info-Abend

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